Corona: "Hitliste" der Versäumnisse

                                       Autor: Marc DeSargeau

 

 

Aus der Analyse von hunderten Originalarbeiten und nach Konsultation mit einigen international ausgewiesenen Professoren aus USA, Canada und Großbritannien ergibt sich die folgende „Hitliste“ der wichtigsten Versäumnisse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

 

Platz 1  Die deutschen Pandemie-Pläne waren 2012 fertig, wurden aber – im Gegensatz zu Südostasien, China, Australien und Neuseeland – nicht umgesetzt. Es dauerte 12 Monate, bis die ersten (mäßig schützenden) FFP2-Masken für Alte und die Pflegekräfte verfügbar waren. Es gab kaum Schutzkleidung und Desinfektionsmittel und keine Computer-Infrastruktur zur Kontaktverfolgung.

 

Platz 2  Das Verschlafen aller wichtigen Entscheidungen ist besonders traurig. Im Januar 2020 gab es angeblich keine Gefahr aus China, erst am 16. März erfolgte die Prüfung des Stopps von Flügen aus dem Land. Es scheint zudem so, als hätte es eine bewusste Schädigung der Konkurrenten USA und Europa durch die 600 Flüge aus Wuhan in die Welt gegeben, die bis zu 4 Wochen nach dem Ausbruch der Infektionen erlaubt wurden.

 

Platz 3  Es gibt eine Schwarmdummheit der Regierenden. Das Motto lautet: „Lieber irgendetwas tun, ehe wir nichts tun. Wenn es die anderen so Länder machen, dann sollten wir folgen. So kann man uns später keine Vorwürfe machen.“ So erfolgte der zweite Lockdown an Stellen, welche kaum Wirkung haben können, aber breite Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft schwer beschädigen (Geschäfte, Restaurants, Hotels, Kinos, Theater u.a.). Dies ist besonders unsinnig, weil ja dort bereits seit Monaten gute und wirksame Hygienemaßnahmen etabliert wurden. Die künstlich verschobene Insolvenzwelle und die stark anschwellende Schuldenblase des Staates werden die ohnehin bevorstehende Wirtschafts- und Finanzkrise beschleunigen und verstärken. Auch 2008 dachte niemand in der Regierung und bei den Wirtschafts-„Experten“ an einen bevorstehenden Kollaps. Jetzt gibt es jedoch genug publizierte Warnungen, die (noch) ignoriert werden.

 

Platz 4  Es erfolgte und erfolgt keine interdisziplinäre Diskussion und Beratung der Regierung. Stattdessen verließ man sich auf wenige Laborärzte und regierungsabhängige Behörden. Der aggressive Ausschluss und die Unterdrückung von Kritikern sowie von alternativen Konzepten resultieren in einem Tunnelblick, der bei den fachlich ahnungslosen Regierenden zu falschen Entscheidungen führt. Zusätzlich erfolgten und erfolgen stalinistische Methoden der Zensur und die Verfolgung Andersdenkender unter dem Vorwand des Infektionsschutzes.

 

Platz 5 Viele Hotspots liegen in sozialen Brennpunkten und Parallelgesellschaften mit Migrationshintergrund. Dies liegt an unzureichender Bildung und Sprachkenntnis, aber auch an den engen Wohnverhältnissen und sozialen und religiösen Traditionen. Es ist illusorisch, hier eine strikte Befolgung aller Hygienemaßnahmen durzusetzen und es wird deshalb auch nicht versucht. Dies ist nicht nur aus den Statistiken, sondern auch aus den Berichten der Ärzte vor Ort abzuleiten. Die Infektionen verbreiten sich von dort über die öffentlichen Verkehrsmittel, Pflegedienste, Schulen und andere Wege. Diese Tatsachen werden verschwiegen, um das Aufflammen von Ressentiments bei der Suche nach „Sündenböcken“ zu verhindern.

 

Platz 6  Die Ausbreitung der Infektionen in Pflegeheimen und bei der häuslichen Pflege von alten Menschen ist nicht primär durch familiäre Kontakte entstanden. Häufiger tragen wohl die ausländischen Pflegekräfte das Virus ein. Aus Kostengründen stellen sie einen wesentlichen Anteil der Pflegekräfte. Sie bewegen sich jedoch zwischen den Hotspots ihres privaten Umfelds und den alten Menschen täglich hin und her. Eine kontinuierliche engmaschige Testung erfolgte monatelang nicht. Ebenso fehlten die essentiellen Schutzmaterialien lange.

 

Platz 7  Aufgrund der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche sehr selten nach einer SARS-CoV-2 Infektion erkranken, folgerte man irrtümlich, dass sie nicht infiziert würden und deshalb auch keine Infektion weitergeben könnten. Es wurde versäumt, frühzeitig und in großem Umfang Verdachtstestungen in Schulen durchzuführen. So hätte dieser Irrtum schnell beseitigt werden können. Erst jetzt werden solche Untersuchungen nachgeholt und zeigen z.T. erstaunlich hohe Zahlen von klinisch unauffälligen Kindern, die dennoch eine hohe Viruslast aufweisen. Das pragmatische Wunschdenken der Vergangenheit hat sich nicht bewährt. Die Schulen wurden wieder geschlossen.