Die Kunst der passiven Lüge:

Anwendungsbeispiele aus Corona-Zeiten

Autor: Marc DeSargeau

 

Teil 1

 

Was sind passive Lügen? Wo wird die Kunst ihrer Anwendung beschrieben?

Es handelt sich bei passiven Lügen nicht um Informationen, von denen derjenige, der sie verbreitet weiß, dass sie nicht der Wahrheit entsprechen. In solchen Fällen ist der Lügner moralisch und manchmal auch rechtlich angreifbar. Zudem sind die gewöhnlichen Lügen in der Regel leicht zu entlarven.

Passive Lügen sind viel gefährlicher: Sie verwenden Ausschnitte der Wahrheit und verarbeiten sie in einer Weise, die beim Empfänger solcher „Informationen“ ein Bild entstehen lassen, welches mit der Realität nicht viel zu tun hat. Wenn er diese Manipulation nicht durchschaut, hat er sich gewissermaßen selbst belogen. Der passive Lügner kann seine Hände also in Unschuld waschen, er hat ja nichts Unwahres verbreitet.

Eine Sammlung solcher Methoden ist im Buch „Müllers Manual, Bewährte Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung“ zu finden.

Im nachfolgenden Text wird auf die Anwendung der Methoden passiven Lügens verwiesen, die zum jeweiligen Thema passen. Im Interesse der Vereinfachung werden für die Verweise auf Methoden der passiven Lüge Abkürzungen verwendet. Ein Beispiel: MM C-2 steht für die Methode 2 aus dem Abschnitt C (also C-2) aus Müllers Manual (abgekürzt MM).

 

Die passive Lüge der Meinungsfreiheit: Die Methoden des Rudeljournalismus (MM F-1) und der Internetzensur (MM I-1) weisen viele Analogien zum Sozialismus auf

In den Reaktionen von Politik und Staatsmedien auf die Kritik am zerstörerischen und weitgehend wirkungslosen Shutdown der Gesellschaft ist das gleiche Muster zu erkennen, wie bei der Abwehr anderer abweichender Meinungen, z.B. zu den Themen Klima und Migranten. Wer nicht der Meinung der Regierung und der selbsternannten, „politisch korrekten“ Bessermenschen ist, wird durch den Rudeljournalismus (Methode MM F-1) als „rechts“, „rechtspopulistisch“, „rassistisch“ oder sogar als „Neonazi“ eingestuft. Es gibt für die obigen politischen Kategorien allerdings keinerlei Definition. Alle glauben zu wissen, was gemeint ist, aber jeder glaubt etwas anderes. Selten gibt es eine Begründung, womit ein Abweichler denn konkret eine „rechtsgerichtete“ Brandmarkung verdient hätte. Es reicht die Begriffskeule (siehe Methode MM C-2) und schon ist der Andersdenkende abgestempelt.

Das ist genau die gleiche Methode, die in den sozialistischen Ländern praktiziert wurde und z.T. heute noch praktiziert wird. Wer nicht der Parteilinie folgt, hat „keine festen Klassenstandpunkt“ und/oder er steht nicht auf dem „Boden des Marxismus-Leninismus“. Heute heißt es, er sei ein Feind der „freiheitlich-demokratischen Grundordnung“. Früher wurden solche Leute von der Staatssicherheit überwacht und verfolgt, heute macht dies der Verfassungsschutz und begründet es mit den gleichen Argumenten wie damals. Andersdenkende nannte man im Sozialismus „Abweichler“, „Revisionisten“ oder „negativ-feindliche Elemente“. Heute heißen sie „Gegner des freiheitlichen Rechtsstaates“, „Klimaleugner“, „Corona-Leugner“, „Nationalisten“ oder „Rassisten“ bzw. „Ausländerfeinde“. Im Sozialismus äußerten sich die gleichgeschalteten Medien verächtlich, hasserfüllt oder auch nur spöttisch über die „Zusammenrottungen“ von Dissidenten. Heute werden die Querdenker-Demos als rechtsextrem unterwanderte Haufen von „Aluhüten“ und „Verschwörungstheoretikern“ diskreditiert.

Heute werden Andersdenkende durch die Staatsmedien und die großen Konzernmedien zwar milder, aber doch ähnlich behandelt, wobei die Steuerung des Rudeljournalismus (Methode MM F-1) besonders gern zu Vorspiegelung von Meinungsfreiheit genutzt wird. Die Zensur im Sozialismus war noch leicht, es gab nur wenige Medien. Heute wird sie in den verbliebenen sozialistischen Staaten auch auf das Internet ausgedehnt. Viel milder, aber dennoch ständig zunehmend und z.T. hysterisch ist die Zensur in den sozialen Medien der westlichen Länder. Unerwünschte Plattformen und Individuen mit Hunderttausenden von Followern werden massenweise und mit phrasenhaften Begründungen abgeschaltet, wenn sie nicht die „richtigen“ Meinungen vertreten.

In Sozialismus verlor man seinen Job, wenn man abweichende Meinungen äußerte. Heute reicht bereits ein privates Mittagessen mit einem missliebigen Politiker, um durch „politisch korrektes“ Wutgeheul aus dem Amt gedrängt zu werden. Man nutzt die Methode MM H-1, durch welche der Empörte immer im Recht zu sein scheint. Es wurde ein neues – in keinem Gesetz stehendes – Verbrechen eingeführt: die Nähe zu xyz, oder der Aufenthalt im Umkreis von xyz. Es reicht also schon, den Geruch eines Missliebigen eingeatmet zu haben, um selbst mit den falschen Gedanken infiziert und damit untragbar zu sein. In ängstlich-vorauseilendem Gehorsam werden jetzt sogar Parteiausschlüsse aufgrund solcher – z.T. weit zurückliegender - „Verbrechen“ durchgeführt.

 

„Links und „Rechts“ sind passive Lügen, die mit der Methode MM C-2 zu Begriffskeulen missbraucht werden: WUVU und REAP sind die neuen und zutreffenden politischen Richtungsbezeichnungen

Die Kritik an den übertriebenen und wenig wirksamen Reaktionen der Politik auf die SARS-CoV-2 Infektionen wird gerne als „rechts“ oder „rechtspopulistisch“ diffamiert. Bei der Betrachtung dieser Begriffskeulen und der sie nutzenden passiven Lüge nach der Methode MM C-2 ist es zunächst wichtig zu erkennen, dass die politischen Kategorisierungen des Spektrums von links bis rechts schon lange bedeutungslos geworden sind. Sie stammen noch aus der Zeit der Sitzordnung der Nationalversammlung nach der französischen Revolution. Die damals links Sitzenden haben übrigens hemmungslos gemordet: Angeblich im Interesse von “Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“. Genauso haben es dann später die sozialistischen Linken unter Stalin, Mao, Pol Pot, der Kim-Dynastie und andere getan. Jetzt waren es jedoch schon viele Millionen, die abgeschlachtet wurden oder im Zuge der Durchsetzung der „richtigen Ideen“ verhungerten. Der „gute Zweck“ heiligt eben jedes Mittel.

Niemand kann sich heute unter „links“, „rechts“ oder „Mitte“ etwas Konkretes vorstellen, weil die Wahlprogramme ohnehin nur allgemeine Wunschlisten sind. Genauso wenig können die meisten Menschen sagen, was „gerecht“ oder „sozial“ denn konkret bedeutet. Ungerechte oder unsoziale Zustände glaubt jedoch jeder zu kennen. In der Regierungsarbeit verschwinden die programmatischen Forderungen der Parteien hinter den Sachzwängen und Koalitionskompromissen. In der Opposition werden sie zwar noch lautstark, aber immer wirkungslos vorgetragen.

Es ist also längst überfällig, die politischen Richtungen mit neuen zutreffenden Bezeichnungen zu versehen. Es gibt eigentlich nur zwei politische Richtungen, die wie folgt bezeichnet werden müssen: WUVU und REAP. WUVU ist die Abkürzung für „Wunschdenken, Visionen und Utopien“. REAP steht für „Realitätsnaher Pragmatismus“.

Diese Begriffe wurden erstmals in dem Buch „Gesetze der Symbiose von Wunschdenken, Wahrnehmungsfilter und Selbstzensur“ eingeführt.

Während sich die Organisationen und Parteien des WUVU-Spektrums an diversen Formen von Gesinnungsethik orientieren, basiert das Denken und Handeln der Vertreter der REAP-Gruppen primär auf Grundsätzen der Verantwortungsethik. Natürlich gibt es hier alle möglichen Varianten dieser Grundströmungen. Gegenwärtig kann man die meisten Bundes- und Landespolitiker der Unionsparteien, der SPD, der Grünen und der Linken als Protagonisten von WUVU bezeichnen. Demgegenüber sind viele Lokalpolitiker und fast alle ehemaligen Politiker, Behördenchefs, Wirtschaftswissenschaftler und Journalisten, die aus dem Staatsdienst ausgeschieden und deshalb unabhängig sind und ihre Stimme erheben, Vertreter von REAP. Dazu gehören auch viele Politiker und Mitglieder der AfD, über deren Köpfen die oben genannten Begriffskeulen (siehe auch MM C-2) besonders oft und vielfach unberechtigt geschwungen werden. Neu im Kreis der Vertreter von REAP sind viele Wissenschaftler, Ärzte und Querdenker-Aktivisten, die im Internet, in Publikationen und auf Demonstrationen die WUVU-Reaktionen der Regierung auf die Ausbreitung der SARS-CoV-2 Infektionen hinterfragen und kritisieren.

 

Passive Lügen bei der Gefahrenanalyse von COVID-19: Die Methoden der Verengung des Betrachtungsrahmens (MM B-1) und des Verschweigens unerwünschter Fakten (MM F-4)

Dies ist der schwerste Fehler, der zu Beginn der SARS-CoV-2 Infektionen gemacht wurde: Statt sich mit vielen Teams sofort weltweit auf die Untersuchung der Infektionswege zu stürzen, analysierte man die Gensequenzen, die klinischen Befunde und tummelte sich in anderen Bereichen der Forschung, in denen akademischer Entdecker-Ruhm geerntet werden kann. Man hätte die wirklich gefährliche Ansteckung über Aerosole und freie Viren schon im Januar untersuchen und feststellen können. Man wusste nämlich bald, dass in der Frühphase der Infektion besonders viele Viren im Nasen- und Rachenraum entstehen. Diese werden bei Sprechen, Singen, und sogar beim Atmen ausgeschieden. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Infizierten: Einige scheiden viel aus (sie sog. Superspreader), andere weniger.

Man verengte jedoch den Betrachtungsrahmen (MM B-1) und übernahm einfach die alten Glaubenssätze, nämlich dass die großen Tröpfchen nach Niesen und Husten die eigentliche Gefahr seien. Diese fallen schnell zu Boden. Also wurde das Märchen von den wirksamen Abstandsregeln geboren. Allerdings niesen und husten die vielen asymptotisch infizierten Menschen, die besonders infektiös sein können, überhaupt nicht. Die meisten Infektionen entstehen offenbar durch Aerosole. Diese winzigen Tröpfchen oder Virusaggregate schweben stundenlang in der Luft und reichern sich in geschlossenen Räumen und bei Umluft-Ventilation an.

Endlich erschienen einige wenige Publikationen, in denen experimentell nachgewiesen würde, wie leicht SARS-CoV-2 durch einfache Masken hindurchgleitet und wie schnell es sich in der Raumluft ansammeln und schwebend über viele Stunden verbleiben kann. Sie lagen aber außerhalb des Betrachtungsrahmens, der das Blickfeld der Politiker und Medien eingrenzte (MM B-2) und wurden deshalb solange ignoriert, bis sich schließlich Hunderte Wissenschaftler nach Monaten überhörter Warnungen mit einem offenen Brief an die WHO wandten. Nun wurde die Verbreitung der Infektion über winzige Aerosole endlich offiziell anerkannt. Dass dies die größte aller Gefahren ist, gab man aber immer noch nicht zu.

Die unfreiwilligen Feldversuche, welche die entscheidende Rolle der Verbreitung des Virus durch die Luft beweisen, waren zahlreich. Als Beispiel kann man die vielen Infizierten aus einer Bar in Bad Ischgl oder die Infektion von mehr als der Hälfte der Chorsänger eines Kirchenchores in den USA anführen. Hier und beim Berliner Domchor reichte eine zweistündige Chorprobe aus, obwohl alle offiziellen „Abstands- und Hygieneregeln“ befolgt wurden. Dennoch wurden sehr viele Teilnehmer infiziert. Ähnlich war es bei der Masseninfektion einer christlichen Sekte in Südkorea: Sie saßen beim Gottesdienst in einem geschlossenen Raum eng beieinander. Auch die Infektionswelle in einem großen Schlachtbetrieb ist auf diese Weise zu erklären: Es gab ein Umluftsystem, in welchem die gleiche Raumluft nach Kühlung wieder zurück gepumpt wurde. So konnten sich Virus-Aerosole leicht anreichern. Zudem wohnten die Arbeiter sehr beengt. Auch das penibel arbeitende Singapur hat dieses Problem nicht ausreichend berücksichtigt. Hier brach eine Infektionswelle in Heimen der Wanderarbeiter aus.

Es ist also längst klar und wird durch die Methode der Verengung des Betrachtungsrahmens (MM B-2) verheimlicht: Ein allgemeiner Shutdown war absurd. Man musste nur den längeren Aufenthalt größerer Gruppen in geschlossenen und nicht mit Frischluft ventilierten Räumen vermeiden. Leider betrifft dies auch viele Restaurants, Clubs und vielleicht auch kleinere Theater, nicht jedoch die großen Produktionsbetriebe und schon gar nicht Baustellen. Die gesamte Industrie, die Dienstleistungsbranchen und auch der Einzelhandel hätten also unverändert weiter arbeiten können. Natürlich sind besondere Vorsichtsmaßnahmen und ggf. Evakuierungen bei Menschen nötig, die in überbelegten Unterkünften oder in Altenheimen leben. Schweden hat bewiesen, dass es möglich ist, einen allgemeinen Shutdowm zu vermeiden. Um den Glauben an den verengten Betrachtungsrahmen und die allgemeine Angst aufrechtzuerhalten, wird deshalb mit einer anderen Methode der passiven Lüge das schwedische Modell diskreditiert. Es handelt sich um Methoden zur „Bereinigung“ statistischer Daten (MM L-1) mit denen eine höhere Zahl von „Corona-Toten“ in Schweden vorgetäuscht werden soll.

 

Passive Lügen zur Rechtfertigung der „Maskeraden“: Die Methoden der ständigen Wiederholung (MM D-3) und der Zensur der sozialen Medien (MM I-2)

Schamhaft unter den Teppich gekehrt wurde der offizielle und absurde Meinungswandel zum Nutzen von Masken. Hierfür wurde die Methode MM F-4 verwendet. Es handelt sich um Methoden zur Blockade oder Marginalisierung unerwünschter Fakten, die besonders oft vom Abschreibe- und Rudeljournalismus verwendet werden. Auf dem Höhepunkt der Infektionswelle wurde durch die offiziellen Stellen erklärt, alle Masken außer denen mit FFP2 und FFP3 Standard seien wirkungslos. Das war richtig, weil inzwischen ja experimentell erwiesen ist, dass die Infektion mit SARS-CoV-2 hauptsächlich über winzige Tröpfen und Viren erfolgt, die von Stoff- und Papiermasken nicht zurückgehalten werden können, selbst wenn sie (was selten vorkommt) am Gesicht luftdicht anliegen.

Als jedoch nur noch wenige Neuinfektionen beobachtet werden konnten, wandelten sich die Eigenschaften der gleichen Masken plötzlich in mysteriöser Weise. Nun waren sie auf einmal ein wirksamer Schutz, selbst wenn es sich um dünne Stoffe oder Schals handelte. Es wurde sogar die Pflicht zum Tragen der Masken in Geschäften, im öffentlichen Verkehr und schließlich in Arztpraxen eingeführt, obwohl fast niemand mehr infiziert war. Diese unsinnige Pflicht wird nun mit geradezu religiöser Inbrunst durchgesetzt. „Ungläubige“, die keine Masken aufsetzen, werden mit Ordnungsgeldern hart bestraft. Die Ärzte und Aktivisten, die diesen Irrsinn anprangern, versucht man durch Internet-Zensur und Totschweigen bzw. Diskreditieren in den Medien (Methode MM I-2) aus dem öffentlichen Bewusstsein zu entfernen. Ein Schildbürgerstreich? Vermutlich weder-noch.

Der politisch-psychologische Hintergrund dieser Posse hat zwei Komponenten: Erstens: man will einfach irgendetwas tun - egal was - es muss nur sichtbar sein und radikal. Mit dem Trick der ständigen Wiederholung durch Medien und Politiker (Methode MM D-3) will man sowohl die Angst als auch den Glauben an den Schutz durch „Maskeraden“ aufrechterhalten. Zweitens will man aber dadurch auch die Stimmen unterdrücken, welche den totalen Shutdown als unsinnig und übertrieben darstellen. Die Konsequenz des Zusammenbruchs wichtiger Teile der Wirtschaft steht am Horizont. Die Masseninsolvenzen und Entlassungen wurden nur verschoben. Sie werden im Herbst einsetzen. Der scheinbare Schildbürgerstreich mit den „Maskeraden“ hat also einen logischen und politischen Hintergrund: Man will die Kritik an den Fehlern der Vergangenheit zudecken und zwar mit Masken und der Angst vor einer zweiten Infektionswelle.

Wirklich schützende Stoffmasken wurden kürzlich erfunden. Deren Fasern sind mit einer Substanz beschichtet, die eine positive Landung hat. Diese Masken sind ganz neu, hätten aber schon längst erfunden sein können. Das Prinzip ist einfach, einleuchtend und eigentlich bereits bekannt: Eine positive Ladung auf den Fasern der Maske wirkt wie ein Magnet auf die negativ geladenen Viren. Sie bleiben dort haften und zerplatzen dann. Sie sind danach nicht mehr infektiös. Diese Masken kann man angeblich sehr oft waschen, ohne dass sie ihre Wirkung verlieren. Natürlich schützen solche Masken auch nur dann, wenn sie fest am Gesicht anhaften, so dass keine Luft an der Seite ein- oder austreten kann. Weniger überzeugende Alternativen zu diesem Prinzip bestehen bei Masken, die mit bestimmten Metallionen oder Proteinen beschichtet sind.

 

Passive Lügen bei „Corona-Toten“ (1): Die Methoden des Aufblasens kleiner Elemente innerhalb des Betrachtungsrahmens (MM B-4) und zur Bereinigung statistischer Daten (MM L-1)

Es gibt bei COVID-19 mysteriöse und sehr schwere Krankheitsverläufe sowie noch unerklärliche Spätfolgen bei Infizierten (siehe Addenum in Teil 2 dieses Artikels). Das unterscheidet die Krankheit von der Grippe und normalen Erkältungskrankheiten. Dies ist jedoch nur bei einem kleinen Teil der Menschen der Fall, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Die vielen Berichte über diese Patienten sind ein typisches Beispiel für die Methode MM B-4, bei welche man einige Elemente innerhalb eines Betrachtungsrahmen aufbläst und so den Eindruck erweckt, sie seien typisch für das Gesamtbild. Hier werden die tatsächlich schrecklichen und oft tödlichen Krankheitsverläufe in allen Details dargestellt. Es handelt sich dabei um ein relativ seltenes und wissenschaftlich nicht verstandenes Phänomen, dessen mögliche Erklärungen in Teil 2 dieses Artikels im Addenum abgehandelt werden. Dabei verlieren jedoch viele Menschen aus den Augen, dass 80-90% der Infizierten keine oder sehr geringe Symptome haben und die meisten schwer Erkrankten und Verstorbenen sehr alt sind. Es bleibt also nur eine kleine Zahl derjenigen übrig, die – vermutlich indirekt über einen Lymphokinsturm – einen unerklärlich schweren Verlauf ihrer Erkrankung haben.

Die scheinbar hohe Todesrate nach SARS-CoV-2 Infektionen wurde durch einen statistischen und Definitions-Trick mit Hilfe der Methode MM L-1 erzeugt. Fast alle "Corona-Toten" sind im Durchschnitt 80 Jahre alt und haben multiple und meist pflegebedürftige Vorerkrankungen. Sie starben vielleicht mit Corona, meistens aber nicht an Corona. Jede andere Infektionskrankheit - nach der jedoch fast nie gesucht wurde - hätte ihnen ebenso zusetzen können. Außerdem wurden viele nur klinisch, nicht durch PCR diagnostiziert. Es handelte sich also oft (z.B. in Italien) um reine Verdachtsdiagnosen. Wenn man diese Fakten berücksichtigt, ergibt sich eine Sterberate von 0.1 – 02% der Infizierten. Das ist im Bereich der Grippe-Toten. Zudem ist die Gesamtzahl der Toten – selbst wenn man die 80-90% der mit (und nicht an) Corona verstorbenen Menschen einbezieht – immer noch geringer als während der Grippewellen 2017/18.

 

Passive Lügen bei „Corona-Toten“ (2): Die Methoden Verengung des Betrachtungsrahmens (MM B-1) und der Blockade der Wahrnehmung unerwünschter Fakten (MM F-4)

Um die tödlichen Konsequenzen des übertriebenen Lockdowns zu verheimlichen, wird die Methode des verengten Betrachtungsrahmens an (MM B-1) verwendet. Da in den letzten Monaten mehrere Millionen von Krankenhausaufenthalten und Hundertausende notwendiger Operationen verschoben wurden, ist eine hohe Zahl von Menschen unnötig zu früh verstorben. Indem man diese Zahl weder berechnet noch abschätzt und deshalb auch nicht publizieren und diskutieren kann, sind diese indirekten Opfer der Corona-Überreaktion unsichtbar und werden schließlich vergessen. Vermutlich sind die Todesfälle hier sehr viel zahlreicher als diejenigen, die SARS-CoV-2 (meist fälschlich) zugeschrieben werden.

Die Methode zur Blockade der Wahrnehmung oder der Marginalisierung unerwünschter Fakten (MM F-4) wird auch bei der Berichterstattung über Intensivstationen und Beatmung im künstlichen Koma angewandt. Diese Prozeduren sind ein einträgliches Geschäft für die unterbelegten Krankenhäuser, die durch die Verschiebung vieler Behandlungen zuweilen am Rande der Insolvenz stehen. Ein Tag in der Intensivstation schlägt mit rund 20.000 Euro zu Buche. Das hilft ein wenig, die Verluste auszugleichen. Viele Lungenärzte weisen darauf hin, dass durch den Druck der Beatmung die Entzündungsreaktionen der Lunge verstärkt werden können. Tatsächlich überlebt kaum ein Patient diese Prozedur. Diejenigen, die es schaffen, haben fast immer unheilbare Langzeitschäden durch Lungenfibrose. Darüber wird aber kaum gesprochen.

 

Passive Lügen durch Verschweigen statistischer Daten (Methode MM I-1): Die vergleichsweise geringe Zahl der verlorenen Lebensjahre von allen „Corona-Toten“ im Vergleich zu den Opfern von  Selbstmorden, Verkehrsunfällen u.a.

Die ganz überwiegende Zahl derjenigen, die mit oder durch Corona versterben, sind sehr alte Menschen und/oder solche mit Vorerkrankungen der Lunge, des Herzens oder des Stoffwechsels. Natürlich ist jedes Menschenleben gleich viel wert, ganz egal wie alt die Person ist und wie kurz sie vielleicht noch zu leben hätte. Selbstverständlich ist jeder Tod eines Angehörigen eine schlimme Tragödie für die Angehörigen. Allerdings sind es oft nur wenige Monate oder Jahre, um die das Leben dieser Menschen durch die Krankheit verkürzt wird.

Wie sieht die Perspektive aber aus, wenn man die Zahl der Lebensjahre betrachtet, die Menschen durch Influenza, Selbstmorde, Unfälle oder Infektionen mit multiresistenten Keimen verlieren? Die meisten dieser Menschen hätten noch viele Jahrzehnte eines produktiven Lebens, des Wachsens und Reifens mit ihrer Familie, mit Freunden und im Beruf vor sich gehabt. Es ist also durchaus sinnvoll, die Zahl der verlorenen Lebensjahre bei den „Corona-Toten“ mit derjenigen zu vergleichen, die aufgrund anderer Todesursachen zu beklagen sind.

Eine solche Rechnung ließe sich auch für Deutschland und andere europäische Länder aufmachen. Als Beispiel für die überraschenden Schlussfolgerungen, die sich aus einer solchen Betrachtung ergeben, sollen hier jedoch die Daten aus den USA verwendet werden.  Wenn man annimmt, dass dort insgesamt schließlich 240.000 Menschen an (oder mit) SARS-CoV-2 versterben werden, dann gehen etwa 2,9 Millionen Lebensjahre verloren, legt man das durchschnittliche Lebensalter der Verstorbenen zugrunde. Bei den Menschen, die durch Influenza jedes Jahr ihr Leben verlieren, sind es schon 35,5 Millionen Jahre. Jedoch erhöht sich dieser Verlust bei den Selbstmorden (132,1 Millionen Jahre) und den Toten durch Unfälle (408,9 Millionen Jahre) dramatisch. Mit anderen Worten, die Zahl der verlorenen Lebensjahre ist bei Unfällen etwa 140mal höher als bei einer pessimistischen Schätzung hinsichtlich der zukünftigen Todesfälle durch (oder mit) Corona in den USA.