Die Mayerhof'schen Gesetze                             

sind Gegenstand einer Serie von Geheimvorträgen des fiktiven Bundesfinanzministers Prof. Dr. Jan Mayerhof. 

Deren versteckte Transkripte wurden nach seinem mysteriösen Tod nach längerer Suche aufgefunden und vom ehemaligen Staasi-Offizier und jetzigen "Spin Doctor" Lothar Müller mit Vorschlägen zur politisch korrekten Gegenpropaganda kommentiert. Der Grund hierfür liegt in der befürchteten Publikation der Texte im Internet und der zu erwartenden massiven Reaktion in den sozialen Medien. 

 

Der Autor Marc DeSargeau muss (und will) unter einem

Pseudonym schreiben. Dies ist ihm jedoch recht gleichgültig,

denn er folgt ohnehin der Maxime:

 

Das Werk soll glänzen, nicht der Autor.

 

 

 

Was sind die Mayerhof'schen Gesetze?

 

 

Der fiktive Bundesfinanzminister Prof. Dr. Jan Mayerhof hatte vor seinem Tode innerhalb eines Vierteljahres an geheimen Orten vor jeweils etwa hundert geladenen Gästen aus der Elite von Wissenschaft und Wirtschaft eine Serie von Vorträgen zu Grundfragen der deutschen und europäischen Politik gehalten. Sie wurden in vertraulichen Zirkeln intensiv diskutiert und erhielten dort die Bezeichnung "Mayerhof'sche Gesetze". Seine Vorträge und die Diskussionen wurden aufgezeichnet, transkribiert und geheim gehalten. Nach seinem mysteriösen Tod konnten sich jedoch ehemalige Mitarbeiter Zugang zu den Textfiles auf Mayerhofs Festplatten verschaffen. Sie haben diese dann anonym (gegen ansehnliches Honorar) an die ehemaligen politischen Gegner von Mayerhof weitergegeben.

 

Diese erkannten sofort, dass aufgrund dieser Leaks früher oder später mit der Publikation der brisanten Thesen von Mayerhof im Internet und in den Medien zu rechnen war, weil die Files vermutlich auch an andere Interessenten verkauft werden würden. Sie haben deshalb einen der bekanntesten PR-Berater, Lothar Müller, damit beauftragt, detaillierte Handlungsanweisungen auszuarbeiten, welche erlauben sollen, in der öffentlichen Diskussion den Ansichten von Mayerhof in politisch korrekter Weise entgegen zu treten. Lothar Müller ist ehemaliger Staasi-Offizier und langjähriger Texter für den SED-Propagandisten Karl-Eduard von Schnitzler gewesen. Seit vielen Jahren arbeitet er jedoch hochbezahlt und nahezu unsichtbar für viele linksgerichtete Parteien und Organisationen auf der ganzen Welt. 

 

Deshalb enthalten die Transkripte eine Vielzahl von Müller's Anmerkungen, in denen er sich auf seine vertrauliche Methodensammlung (in Insiderkreisen als "Müllers Manual" bzw. "Müllers Methoden", oder auch als "MM" bekannt) bezieht. Diese Strategien und Taktiken politischer Propaganda hat Müller in die Sektionen A bis K unterteilt, so dass es oft schon reicht, wenn er seine Empfehlungen zu Gegenargumenten bzw. Verdrehungen von Mayerhofs Gedanken mit einem Code ausdrückt, z.B. MM B-3. Dies bedeutet dann: Verwendet hier die Methode 3 in Sektion B meiner Methodensammlung!

 

Müllers Manual wird zeitgleich mit den Mayerhofschen Gesetzen 1 und 2 puliziert, das dieses Kompendium der politisch korrekten Propaganda für das vertiefte Verständnis von Müllers Anmerkungen sehr hilfreich ist. Die Publikation der Mayerhofschen Gesetze 3-6 erfolgt im Laufe der kommenden 6-8 Monate.

 

1. Gesetze des Tanzes der Marionetten vor der Fassade der Demokratie

 

2. Gesetze der Symbiose von Wunschdenken, Wahrnehmungsfilter und Selbstzensur

 

 

3. Das Gesetz der platzenden Luftballons

 

 

4. Das Gesetz von der Durchleuchtung und Vernetzung

 

 

5. Das Gesetz von der Sprengkraft perspektivloser junger Männer

 

 

6. Die Wirkung des Ping-Pong-Peng Gesetzes bei der Entstehung von

 

vermeidbaren Kriegen.

 

 

 

Kurzbiographie Prof. Dr. Jan Mayerhof

 

Der Bundesfinanzminister Prof. Dr. Jan Mayerhof wurde vor kurzem nackt auf dem Boden vor einem Spiegel sitzend aufgefunden. Er war tot. Sein Hals steckte in einer Schlinge. Auf einem Oberschenkel fanden sich Spermaspuren. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Masturbationsunfall aus. Gerichtsmediziner kennen diese seltene Technik der Luststeigerung durch vorsichtige Drosselung der Sauer-stoffzufuhr zum Gehirn, weil die Akteure dabei gelegentlich in Ohnmacht fallen und sich selbst unabsichtlich strangulieren.

 

Die Bundesregierung hat diese Befunde nicht erwähnt, sondern spricht von einem plötzlichen und tragischen Tod, ohne nähere Erklärungen anzufügen. Mayerhof war zum Zeitpunkt seines Todes 48 Jahre alt. Er war nicht nur durch-trainiert und eine klassische, skandinavisch blonde Schönheit, sondern strahlte auch jenen charismatischen Charme aus, der nicht nur Frauen, sondern auch viele Männer an-zieht. Mayerhof wurde vom größten Teil der Bevölkerung als die politische Lichtgestalt gesehen, auf die man Jahr-zehnte gewartet hatte. Übereinstimmend zeigten viele Um-fragen, dass er bei einer Direktwahl zum Bundeskanzler 85-88 % der Stimmen erhalten hätte.

 

Dieser Mann war in seiner Zeit als Professor bei den US-Eliteuniversitäten Harvard und Standford zu einem der besten Volkswirtschaftler weltweit gereift, bevor er drei Jahre lang eine führende Position in der Weltbank innehatte. Danach wurde der parteilose Mayerhof deutscher Finanzminister, weil die führenden Köpfe der Wirtschaft einen Zusammenbruch des Landes aufgrund platzender Kreditblasen, abnehmender Wettbewerbsfähigkeit und riesiger Sozialkosten durch nicht integrierbare Flüchtlingsmassen vorhersahen. Sie haben die Koalitionsparteien durch Methoden, die nur ihnen zur Verfügung stehen, gezwungen, Mayerhof zu berufen und mit weitreichenden Vollmachten auszustatten.

 

Mayerhof hatte sein Amt rund 2 Jahre lang inne und befand sich in der Endphase der Vorbereitung drastischer Reformen. Zu diesen gehörten die Einführung eines Nord-Euro bzw. die Entlassung von Griechenland, Portugal, Spanien und Italien aus dem Euro und die Rückkehr zu früheren, abwertbaren Währungen. Weiterhin hatte er Pläne zu einer Verkleinerung des Personals der EU-Zentralen auf rund 20% und eine entsprechende Reduktion der EU-Regularien erarbeitet. Dazu gehörte auch die massive Senkung des Einkommens führender Angestellter und von Abgeordneten.

Zudem hatte er drastische Verfahren zur Einschränkung des internationalen Finanzpokers und zur strafrechtlichen Verantwortung von Bankmanagern für Aktionen, bei denen der Staat rettend einspringen muss, vorbereitet. Dazu kam die Einführung der Beweislastumkehr bei Geldwäsche und Mafiaverdacht. Auf diese Weise muss nicht die Staatsanwaltschaft, sondern der Verdächtigte die Legalität seiner Besitztümer beweisen. In Italien und anderen Ländern ist dies schon lange bewährte Praxis. Diese Gesetzesänderung sollte mit einer großangelegten Beschlagnahmeaktion von Zehntausenden Konten und Tausenden Autos und Immobilien einhergehen.

 

Weiterhin hatte Mayerhof ein Verfahren entwickelt, wie Massen nicht integrierbarer – vorwiegend arabischer und afrikanischer - Migranten schnell wieder in ihre Heimatländer oder ein muslimisches Land zurückgeführt werden können. Er hatte zudem vor, die Einwanderungsreglungen nach Deutschland denen von Neuseeland anzugleichen und massive staatliche Lohnzuschüsse für hochintelligente – insbesondere asiatische - Studienabsolventen in technischen Fächern zu gewähren, um den eklatanten Mangel von Hochqualifizierten in diesen Disziplinen in Deutschland zu reduzieren.

 

Für diese und viele andere Maßnahmen – u.a. die Abschaffung des Beamtenstatus, eine neue Regierungsform (SCIENAD) und eine neue Form von Firmen für die Pflichtarbeit von Langzeitarbeitslosen (PINCOM) – brauchte Mayerhof eine grundlegende Änderung der alten, unter Aufsicht der Alliierten in 3 Wochen zusammengeschriebenen Verfassung. Dies war in der in der bestehenden Koalition natürlich nicht möglich. Deshalb plante er die Schaffung einer neuen Partei mit relativ wenigen, handverlesenen Mitgliedern, die charakterlich und intellektuell zu den absoluten Spitzen der Gesellschaft gehören. Auf dieser Basis erhoffte er sich einen schnellen Wahlsieg, der ihm eine absolute Mehrheit und die Kanzlerschaft einbringen würde.

 

In diesem Zusammenhang wird verständlich, warum die große Mehrheit der Bevölkerung von einem gut getarnten Mord an Mayerhof ausgeht. Seine 25jährige Freundin – ein blondes Model, welches nebenbei Kunstgeschichte studiert und den Grünen nahesteht – spielt in dieser Gruppe eine wichtige Rolle.

 

 

Kurzbiographie Lothar Müller

 

Lothar Müller glaubt an nichts mehr - an keine Ideologie, keine Religion und keine allgemeingültige Moral oder Ethik. Seine Lebensgeschichte hat die Farben grundsätzlicher und fester Überzeugungen von ihm abgewaschen. Er genießt es, sein Leben in Wohlstand und großer persönlicher Freiheit durch den Verkauf seiner Erfahrungen mit der Beeinflussung der öffentlichen Meinung finanzieren zu können und ist damit völlig zufrieden.

 

Müller wurde in Leipzig in der damaligen DDR im Jahre im Jahre 1955 geboren. Nach dem Abitur wurde er während seines obligatorischen Wehrdienstes bei der Nationalen Volksarmee für den Staatssicherheitsdienst angeworben. Dort durchlief er die übliche militärisch-geheimdienstliche Grundausbildung und studierte danach Gesellschaftswissenschaften und Journalismus.

 

Als Politoffizier einer Grenzeinheit betreute Müller eine Dokumentation des DDR-Fernsehens über die Grenzsicherung durch den "antifaschistischen Schutzwall". Dadurch wurde er mit dem Politkommentator des DDR-Fernsehens Karl-Eduard von Schnitzler bekannt, der die Grenzeinheit im Rahmen dieser Dokumentation besucht hatte. Bei abendlichen Gesprächen während des mehrtätigen Drehs kamen sich Schnitzler und Müller näher. Besonders interessant fand Schnitzler die Anmerkungen von Müller zum Stil der Texte des Fernsehstars. Müller machte Vorschläge, wie diese subtiler, weniger aggressiv und stärker unterbewusst wirkend gestaltet werden könnten.

Schnitzler schickte ihm in den kommenden Wochen immer wieder Textentwürfe, die Müller in diesem Sinne überarbeitete.

 

Aufgrund der engen Kontakte des Politkommentators zu den Spitzen des Ministeriums für Staatssicherheit und des Zentralkomitees der SED konnte er erreichen, dass Müller ihm zunächst für zwei Jahre als persönlicher Referent an die Seite gestellt wurde. Daraus wurde eine tägliche enge Zusammenarbeit, was dazu führte, dass Müller alle Texte von Schnitzler bis zum Zusammenbruch der DDR überarbeitete. Allerdings gelang es ihm nur teilweise, seinen Chef von einem allzu geifernden Stil abzuhalten. Als Stasi-Offizier hatte Müller aber gelernt, sich einzufügen und unterzuordnen. Im Range eines Majors wurde Müller nach Auflösung der DDR-Sicherheitsorgane in die Arbeitslosigkeit entlassen.

 

Angesichts der Aussichtslosigkeit einer Anstellung im vereinigten Deutschland ging Müller zunächst nach Schweden und dann in die USA, wo er für Greenpeace, Amnesty International und ähnliche Organisationen als freier Mitarbeiter tätig wurde. Dabei erwiesen sich seine ausgezeichneten Eng-lisch-Kenntnisse natürlich als essenziell. Seine frühere Tätigkeit konnte er leicht verheimlichen.

Müller konzipierte Aktionen (Demonstrationen, Blockaden, Plakataktionen, Medienkampagnen u.ä.), mit denen diese Organisationen auf ihre Ziele aufmerksam machten und Spendengelder einwarben. Auch hier lag sein Interesse besonders auf der Entwicklung und Anwendung von Methoden, die den Texten und Slogans eine unterbewusst wirkende, emotionale Ebene hinzufügten.

 

Nach 15 Jahren im Ausland kehrte Müller nach Deutschland zurück. Er hatte sich durch seine o.g. Tätigkeiten ein welt-weites Netzwerk von Kontakten zu Umweltaktivisten, Globalisierungsgegnern, Frauenrechtlern sowie zu linken und grünen Parteifunktionären aufgebaut, was ihm ermöglichte, als freier und weitgehend anonym arbeitender Berater (in den USA "Spin Doctor" oder "Media Consultant" genannt) zu arbeiten. Wieder lag der Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf der Verfassung bzw. Überarbeitung von Texten und der Ausarbeitung von PR-Strategien, welche mit ausgeklügelten Methoden entweder politische Gegner schädigen oder die Agenda des Auftraggebers bewerben sollen.

 

Da Müller immer im Hintergrund bleibt, kann er problemlos zur gleichen Zeit für verfeindete politische Bewegungen arbeiten, ohne dass dies sichtbar wird. Müllers Arbeiten haben sich als so wertvoll erwiesen, dass er außergewöhnlich hohe Honorare verlangen kann, was ihm einen luxuriösen Lebensstil ermöglicht. Deshalb hält er sich meistens entweder in seinem Haus auf Mallorca oder auf den Malediven auf. Er lebt seit 5 Jahren mit seiner 28-jährigen portugiesischen Freundin zusammen, hat aber keine Kinder. Müller korrespondiert mit Hilfe aufwändig verschlüsselter E-Mails mit seinen Auftraggebern. Persönliche Gespräche oder Telefonate sind selten. 

 

Lothar Müller hat sein Buch "Der Schein bestimmt das Sein" (Bewährte Methoden zur Bereinigung der Realitätswahrnehmung der Bevölkerung) als ein Manual verfasst, welches auf vertraulicher Basis nur sorgfältig ausgewählten Mitarbeitern oder Partnern seiner Auftraggeber zugänglich gemacht wird. Voraussetzung hierfür ist u.a. die Unterzeichnung einer Vertraulichkeitserklärung, deren Verletzung mit Strafen von 100.000 bis 250.000 Euro sanktioniert wird.

In Analogie zu den Beraterhonoraren von Müller - die sich etwas oberhalb des üblichen Rahmens bei 1.000 bis 1.500 Euro pro Stunde plus Spesen bewegen - wird für eine Kopie von Müllers Manual eine Lizenzgebühr für die Nutzung seiner Methoden von 5.000 Euro verlangt. Bei jedem seiner Aufträge werden eine Reihe dieser Lizenzen als Teil des Beratervertrages vergeben. Es wird vermutet, dass Müller bislang zwischen 1.500 und 2.000 dieser Lizenzen vergeben hat.

 

Müller wird als Berater überwiegend von Regierungsorganisationen, linken und grünen Parteien, politisch ausgerichteten Stiftungen von Milliardären, aber auch von großen Firmen unter Vertrag genommen.