Die schriftstellerischen Arbeiten sind eine Nebenlinie seiner Werke. Hauptsächlich motiviert Marc DeSargeau wohl die Freude an stiller Konzentration. Intensiv-lustvolles Arbeiten ist für ihn am leichtesten in weitgehender Abkopplung von äußeren Verpflichtungen möglich. Deshalb verwendet er auch das Pseudonym Marc DeSargeau. Allerdings ist auch zu vermuten, dass ihm – auch aufgrund seines bisherigen Lebensweges – der Literaturbetrieb und die literarische Öffentlichkeit nicht als ein besonders erstrebenswertes Habitat erscheinen. Die Fixierung der Medien auf den Autor erscheint ihm als ein verständlicher, wenngleich bedauerlicher Irrweg, der dem Werk die verdiente Beleuchtung auf der Bühne der öffentlichen Wahrnehmung entzieht.

            Häufig hat das sichtbare Leben eines Autors mit seinen Büchern wenig zu tun. Insofern ist die Betrachtung einer „Einheit (oder Dialektik) von Leben und Werk“ meistens eine Illusion, deren Aufrechterhaltung zum Broterwerb von Kritikern und Literaturwissenschaftlern beiträgt. Wenn jemand viele Metamorphosen durchläuft, ist seine Biographie fast immer in die Irre führend. Inwieweit erlaubt das Aussehen einer unbekannten Raupe Rückschlüsse auf die Eigenschaften der Larve oder die Fähigkeiten des Falters, der aus ihr entspringt? Die Kräfte schöpferischer Menschen entwickeln sich vor allem im Unsichtbaren.